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Preussisch-Litauen um 1736

Neues Kartenmaterial zur Kolonisation des Nordens Ostpreußens durch Friedrich Wilhelm I.

Die große Pest von 1709/1710 dezimierte die Bevölkerung des Norden Ostpreußens um mehr als 50%.

Der Name Preußisch-Litauen stammt von der frühen Besiedlung des nördlichen Teils Ostpreußens durch Litauer. Eine raue, stark bewaldete und wilde Gegend, die nur sehr schwer zu bewirtschaften und zu verwalen war. Doch durch den Bevölkerungsrückgang drohte das Gebiet, welches allmählich urbar gemacht werden sollte, durch den Bevölkerungsschwund wieder in die Wildnis anzuwandern.

Dem stellten Friedrich I. und anschließend Friedrich Wilhelm I. ihre Kolonisationspolitik durch vorwiegend deutschsprachige Aussiedler entgegen. Dies waren nicht nur Salzburger und Schweizer, sondern kamen auch aus vielen Regionen Deutschlands, wo meist die Verarmung drohte. Die Hoffnung war groß, in der neuen Heimat besser leben zu können. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch die Glaubensrichtung. Glaubensminderheiten, wie Lutheraner, Reformierte, Mennoniten, aber auch andere, hatten ein hartes Leben in den vorwiegend katholisch geprägten Regionen Deutschlands. Doch ihr Glaube war stärker als die Not sich opportunistisch zu verhalten.

Viele Nachkommen der Ostpreußen, vorwiegend des Nordens, stammen von den Neusiedlern und Überlebenden der großen Pest, ab. Dies ist eine große Chance seinen Ursprung zu ermitteln, zumal große Lücken zwischen der damaligen Zeit und dem 2. Weltkrieg in den Beständen der Kirchenbüchern und weiteren Beurkundungen fehlen, die dem Ahnenforscher die Hauptgrundlage der Stammbaum-Ermittlung sind.

Auf dieser Grundlage wurde ein neues Projekt zur Erforschung Preussisch-Litauens und dessen Neubesiedlung durch Friedrich Wilhelm I. gegründet. Erste Teilergebnisse finden Sie über diesen Link zu Preussisch-Litauen.

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